I N I T I A T I V E N   Z U M   W I E D E R A U F B A U

 

Nordansicht vom Schinkelplatz

Seminararbeit Digitales 3D-Modell von David Bomemann und Thomas Rox,TU Berlin 2006

 
 

Aktuelle Entwicklung

Inzwischen hat die Musterfassade, wie auch beabsichtigt, weitere Initiativen zum Wiederaufbau der Bauakademie entstehen lassen. So entwickelte der Förderverein Bauakademie e.V. bereits während der Baudurchführung der Musterfassade Projekte zur künftigen Nutzung und Finanzierung der Bauakademie. Schließlich wurde 2001 von prominenten Gesellschaftern und unter der Protektion des Landes Berlin der Verein 'Internationale Bauakademie Berlin e.V.' gegründet. Als äußeres Zeichen der Aktivitäten des IBB für den Wiederaufbau der Bauakademie ist im Jahre 2004 die 'Schaufassade' genannte Fassadenumhüllung des Gebäudes, mittels bedruckter Fassadenfolien und in den Dimensionen des ehemaligen Gebäudes, der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Dadurch ist die städtebauliche Notwendigkeit eines Wiederaufbaus in eindrucksvoller Weise demonstriert worden. Innerhalb der 'Schaufassade' errichtete der Bildungsverein Bautechnik im Erdgeschoss einen Musterraum, den sogenannten 'Roten Saal', als Rekonstruktion eines 3-achsigen Saales aus dem 1. Obergeschoss der Bauakademie. Er wird zu Veranstaltungen genutzt.

Der vom ‚Liegenschaftsfonds Berlin GmbH & Co, KG’ im Auftrag des Landes Berlin europaweit ausgelobte dreistufige Investoren-Wettbewerb zum Wiederaufbau der Bauakademie wurde Ende 2010 mangels vergabefähiger Angebote ergebnislos beendet. Auf Initiative des Vereins ‚Architekturpreis Berlin e.V.’ hat sich Anfang 2011 eine Gesprächsrunde am ‚Langen Tisch’ zum Thema Schinkels Bauakademie – was uns der rote Backstein lehrt – gebildet. Unter der Moderation von Florian Mausbach, bis 2009 Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, wurden 4 Thesen zum Wiederaufbau der Bauakademie aufgestellt.

These 1:
Der Wiederaufbau der Bauakademie ist eine öffentliche Aufgabe. Das Grundstück verbleibt in öffentlicher Hand.
These 2:
Die staatliche Verantwortung für die Errichtung und den Betrieb bildet die Voraussetzung für bürgerschaftliches und wirtschaftliches Mäzenatentum.
These 3:
Die Einwerbung privater Gelder hat nur Erfolg, wenn ein tragfähiges programmatisches Konzept für den Akademiebetrieb besteht.
These 4:
Die Technische Universität Berlin, und mittelbar auch die Beuth-Hochschule für Technik, die Universität der Künste und alle anderen baufachlichen Ausbildungsstätten haben ihre historische Geburtsstätte in der Bauakademie.

 

 

 

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